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‘Allgemein’ Category

  1. Noch kein Koffer oder Rucksack verloren gegangen (oder geklaut)

    September 1, 2019 by Emma

    Die ersten 10 Tage sind ein Wirbelsturm aus Aktivitäten. Zwischen unserer Ankunft am 22.8 und dem Einzug in unsere Wohnungen am 31.8/1.9 wohnen wir nämlich nicht nur gemeinsam in einem Guest House (eine lokale Mischung aus Hotel und Jugendherberge, unseres hat 2er bis 4er Zimmer sowie geteilte Bäder und Küche) sondern besuchen auch alle Einsatzstellen, Wohnungen und einige wichtige Orte in Auroville.

    Zu beschreiben was wir also alles in den letzten Tagen gesehen und erlebt haben würde eine Ewigkeit brauchen. Deshalb habe ich mich auf drei Highlights und zwei nicht so Highlights beschränkt.

    Eines meiner Highlights muss natürlich meine eigene Einsatzstelle die Farm AuroOrchard sein. Nicht nur weil es meine Einsatzstelle ist, sondern auch weil es einfach ein super schöner Ort ist. Der Großteil unseres Besuchs war eine Führung einmal um die Farm, mit Erklärungen zu den verschiedenen Pflanzen und Tieren und wie sie miteinander interagieren. Als wir an den Avocado-Bäumen vorbei kamen gab es sogar gratis Avocados, es ist gerade Avocado-Saison. Das beste am Orchard war jedoch der Snack unter dem Banyanbaum. Nicht nur war es schön schattig es gab auch Papaya, Jackfruit und Avocados, alles aus Eigenanbau, und selbstgemachte Avocadocreme und Getränke. Rundum ein mega leckerer Snack.

    Mein zweites Highlight ist der Besuch bei WasteLess, einer der anderen Einsatzstellen, die sich mit Müll Reduzierung und Bildung von Kindern (auch über Müll) beschäftigt. Bei WasteLess waren nicht nur alle super freundlich und hilfsbereit, sondern es gab auch eine ziemlich interessante Präsentation zu den verschiedenen Themen mit denen man sich dort beschäftigt. Im Laufe dieser Präsentation haben wir unteranderem auch gelernt wie man verschiedene Plastikarten unterscheidet und welche am schädlichsten sind.

    Das letzte meiner Highlights ist zwar nicht mehr Teil der offiziellen Einführungsphase, verdient aber definitiv einen Platz auf dieser Liste: der erste Besuch in Pondicherry, der nächst größeren Stadt. Dieser Besuch war optional, am Samstagnachmittag, nachdem die Einführungsphase am Vormittag offiziell endete, sind einfach alle die wollten mit Bärbel (einer unserer Mentorinen) in den Bus nach Pondi gestiegen. Die Busfahrt dauerte etwa 40 Minuten und war etwas holprig. Besonders weil der 12 Sitze Bus mit unserer Neunergruppe und einigen Aurovillianern so überfüllt war, dass ich und einige andere Stehen mussten. Endlich angekommen begannen wir nach einer kurzen Kokosnusspause, lokal, frisch und sehr lecker, unsere Erkundungstour durch die Hauptshoppingmeile. Da wir doch relativ viele waren teilten wir uns schnell in zwei Gruppen, die eine wurde von Bärbel rumgeführt, die andere verschwand mit Jürgen, der uns mit dem Motorrad vorrausgefahren war. Über etwa zweieinhalb Stunden erkundeten wir nicht nur einen Supermarkt mit europäischen Produkten, Teile des Marktes (nicht den Fischmarkt, den roch man schon von weitem) und verschiedene Läden. Trotzdem blieb noch genug Zeit für einen kleinen Snack in einem Indischen Coffe House, das außer uns ausschließlich von Indern besucht war. Bevor wir dann auch schon zum Bus zurück mussten kaufte ich mir noch schnell ein Schloss für das Fahrrad, das ich in den nächsten Tagen kaufen will.

    Mein erstes nicht Highlight war der Besuch bei der Einsatzstelle SunlitFuture, die sich vor allem mit Solarenergie beschäftigt. Das Problematische an diesem Besuch war nicht, dass ich am Thema nicht interessiert bin, sondern vielmehr, dass es zu wenig Informationen gab. Das lag aber hauptsächlich daran, dass der Chef und die meisten Mitarbeiter bei einer Konferenz waren und wir von einer relativ neuen Mitarbeiterin rumgeführt wurden, die nicht wirklich wusste was sie uns zeigen oder erzählen sollte. Wir durften trotzdem aufs Dach klettern und uns die Hauseigenen Solarpanele anschauen, also war der Besuch nicht grundlegend schlecht. Hierbei möchte ich auch noch mal anmerken, dass es sich nicht um Tiefpunkte handelt, sondern legendlich um nicht Highlights, die einfach nicht so toll wie der Rest waren.

    Mein zweites nicht ganz Highlight war die Erkenntnis, dass ich in Indien zum Zahnarzt muss. Diese kam etwa zwei Wochen nachdem ich mir vier Weisheitszähne entfernen ließ um genau solch einen Besuch zu vermeiden. Während unseres Besuchs des Botanischen Gartens am Montagmorgen war ich geplagt von Kopfschmerzen und leichten Zahnschmerzen. Nachdem ich im Laufe des Nachmittags zusätzlich bemerkte, dass meine Wange wieder angeschwollen und mein Zahnfleisch leicht gerötet war schien ein Zahnarztbesuch unausweichlich. Bis zum nächsten Morgen konnte ich mich jedoch noch gedulden. Und so kam es, dass ich Dienstag morgen auf einer komplett horizontalen Arztliege lag und nach einem dieser kleinen Waschbecken zum Ausspucken suchte. Die Horizontale Liege und das fehlende Spuckbecken sind die zwei größten Unterschiede zum Zahnarzt in Deutschland, wobei letzteres kulturell bedingt ist, wie ich inzwischen weiß. Wie bereits vermutet hatte sich etwas Essen in meiner linken Backe verfangen und entzündet. Der Arzt kommentierte dies mit den Worten „So much food, so much food“, während er besagtes Essen wieder entfernte und verhinderte, dass sich neues verfängt. Danach gab es noch schnell ein Rezept für neue Antibiotika und Schmerzmittel, das auch prompt bei der Auroville-Apotheke um die Ecke eingelöst wurde. Zumindest der Antibiotika Teil, denn meine Zahnschmerzen waren inzwischen bereits wieder verflogen. Bevor ich mich versah war ich auch schon wieder beim Rest der Gruppe und erhaschte noch einen Schnellen Blick in ein Klassenzimmer der Aikiam-Schule.Und weil das ganze so viel Spaß gemacht hat geht es nächsten Mittwoch auch schon wieder zur Nachkontrolle, dieses Mal jedoch ohne Koordinatorin.


  2. A GUIDE TO PONDICHERRY

    Mai 30, 2019 by Lara Schnellbach

    An die nächsten weltwärts-Freiwilligen in Auroville. Ich wünschte ich hätte diesen kleinen Pondi-Führer zu Beginn meines Jahres gehabt, deshalb hier eine Zusammenfassung all meiner Lieblingsläden und Orte in Pondicherry. Ich habe all die Fragen an Gabi gestellt, die ich hiermit ein wenig entlasten möchte, indem ich euch mein Wissen weitergebe. Sie war so lieb und hat uns auch mal eine kleine Führung zu den besten Läden gegeben, aber das kann sie ja nicht für Jeden jedes Jahr wieder machen. So habt ihr es als neue Freiwillige nun hoffentlich ein wenig einfacher mit meiner Hilfestellung. Viel Spaß damit.

    Mein Lieblingsweg nach Pondicherry führt über die Cashewfelder:

    ALLERLEI

    Lichterketten
    Wer es sich in seinem Zimmer, seiner Küche oder wo auch immer gemütlich machen möchte der bekommt hier in unmittelbarer Nähe zum Markt die schönsten, hellsten und billigsten Lichterketten (Ich habe nie andere ausprobiert, aber diese sind super). Frage einfach nach einer Lichterkette mit hellem, weißem Licht und der Ladenbesitzer wird sie dir raussuchen, dir vorführen um zu zeigen, dass sie funktioniert und sie dir für läppische 60 Rupien (das ist nicht mal ein Euro) verkaufen. Vorsicht! Die Lichterketten sind nicht die stabilsten. Wenn du nicht auf sie Acht gibst, können sie schnell mal an einer Stelle reißen oder ein Birnchen geht kaputt, dann geht unter Umständen die ganze Lichterkette kaputt. Also: handle with care!

    Standort „Golden Electricals“ laut Google Maps: https://goo.gl/maps/cwXpfnEYhrJ8aqBX9
    Standort meiner Meinung nach (vom Markt aus kommend vor dem Alkoholladen Lakshmi Liquors): https://goo.gl/maps/pHpHNxwZN1TAK1yG8


    Zeitungen
    Eine Sache, die du eigentlich sehr einfach bekommst, du musst nur wissen wo. Und niemand kann es wirklich beschreiben, wie diese Läden aussehen, die Zeitungen verkaufen. Generell solltest du einfach Ausschau nach Zeitungen halten, die vor einem Kiosk-artigen Stand hängen, dieser wird normalerweise auch Zeitungen verkaufen. Um es dir leichter zu machen, hier der genaue Standort eines dieser Zeitungskiosks. Eine lokale tamilische Zeitung kostet 6 Rupien. Man kann sie nutzen, um zerbrechliche Dinge einzupacken, als Geschenkpapier verwenden oder versuchen sie zu lesen (haha). Aber man sei gewarnt! Außer der nationalen „The Hindu“ Zeitung werden indische Zeitungen meist noch billig gedruckt mit giftigen Chemikalien und Schwermetallen. Sie färben ab und sollten vielleicht nicht gerade als Verpackung für Essen verwendet werden.

    Standort (links vom Frühstücksstand s. weiter unten): https://goo.gl/maps/Ksru35D9munC8Aa28

    HeartBeatz
    Irgendwer verliert doch bestimmt mal seine Kopfhörer oder sie gehen kaputt. Hier findet ihr gute von jeder Qualität: von ganz einfachen von Philips bis hin zu teureren von Sennheiser. Außerdem findet ihr hier externe Festplatten, Verlängerungskabel mit Mehrfachstecker, tamilische und englische DVDs (auch ganz neue, die gerade erst in den Kinos angelaufen sind), Musik-CDs uvm.

    Standort: https://goo.gl/maps/Tb14YAaVnAK6XvbE8

    KREATIVITÄT

    Nähladen
    Dieser nette Herr verkauft dir alles von Nähgarn (die Rolle 4 Rupien) und (Sicherheits-) Nadeln, über aus Kokosnussschale gefertigte Knöpfe bis hin zu Gummiband in jeglicher Breite und Einkauf nach Metern. Die riesige Auswahl an bunten Nähgarnen ist den Besuch allein schon wert!

    Standort: https://goo.gl/maps/XAJDxDGnaJYdmMcZ9

    Stoffladen (von der Cashew Road kommend)
    Wer Stoffe sucht, der ist hier am richtigen Ort. Dieser Laden verkauft Kissen, Teppiche, Matratzenauflagen, aber auch Stoffe jeglicher Art. Wenn du den Laden betrittst siehst du Stoffe, Stoffe und noch mal Stoffe überall. Jede Wand ist bis zur Decke hin vollgestopft mit Stoffen in allen Farben und Mustern, doch das krasse ist erst der Boden: meistens ist dort eine mindestens 50cm hohe Schicht an Stoffbahnen aufgestapelt von Stoffen, die jemand aus dem Regal gezogen hat und dort hat fallen lassen. So läufst du auf einem Stoffberg, der auch wahre Wunder hervorbringen kann. Manchmal findest du den schönsten Stoff inmitten dieses Bergs, weil du buchstäblich darüber stolperst und den Stoff aus dem großen Berg herausziehst. Die große Schwierigkeit besteht nun nur noch darin, die Mitarbeiter davon zu überzeugen, dass du „nur“ EINEN Meter des Stoffes benötigst. Sie werden dich anschauen als wärst du verrückt und dir mehr verkaufen wollen. Bleib bestimmt und freundlich und sie werden sich früher oder später deinen Wünschen fügen, deinen Stoff wiegen und dir den Preis verraten. Du findest hier jede Art von Musterung: weiß mit Blümchen, blau-weiß gestreift, bunt gemustert, einfarbig, kariert wie ein Karohemd und auch ganz schlichte mit unauffälligen Mustern.

    Standort: https://goo.gl/maps/VUnXMond2JSXcAty7

    Jaya Emporium
    Ein unglaublicher Laden: Wenn du rein kommst befindest du dich in einem schmalen Gang gesäumt von zwei hohen Regalen zu beiden Seiten gefüllt mit Shampoos, Parfüms, Kopfhörern, Rasierer, Schlössern und allem möglichen anderen Zeug. Zu deiner Linken wird eine Treppe hinauf führen in den ersten Stock (Vorsicht: ungewöhnlich kleine Stufen) und dort findest du jeglichen Bastelbedarf, den du dir vorstellen kannst. Fäden für Freundschaftsbänder, Draht, Perlen, Ohrring-Zubehör, Scheren, Messer, Knöpfe, Borten, Stickrahmen, Kettenanhänger, einfach alles. Lohnt sich auch zum Stöbern. In der Weihnachtszeit gibt es sogar Plastik-Weihnachtsbäume. Im Erdgeschoss findet sich vor allem Schmuck.

    Standort: https://goo.gl/maps/za5UEPA9fedQ1jN16

    Handicraft Market
    Nahe am Meer gelegen, ist dieser ein Stück entfernt von allen anderen Einkaufsmöglichkeiten, aber du kannst es durchaus mit einem Spaziergang durch die White Town Pondicherrys verbinden und hin laufen vom Wochenmarkt aus. Die Öffnungszeiten des Handicraft Markets habe ich bis heute nicht verstanden. Manchmal ist er plötzlich doppelt so groß wie normal und es gibt Stände mit Waren aus ganz Indien, ein anderes Mal ist er wieder auf die normale Größe geschrumpft und bietet lokalere Waren an. Manchmal hat er auch einfach zu. Obwohl mir ein Verkäufer mal sagte er sei nun wieder jeden Tag da war ich in der darauffolgenden Woche dort und der Markt war geschlossen. Einfach vorbei schauen und überraschen lassen! Du findest hier alle möglichen kleinen netten Dinge, die du mehr oder weniger dringend brauchst oder auch nicht brauchst, die aber so schön sind, dass du sie unbedingt haben möchtest. Ohrringe aus Kokosschale (kannst du übrigens auch selbst machen), Holzbrettchen, Holzlöffel, Holzschalen, ganz viele Taschen in unterschiedlichen Größen und Farben, Schlüsselanhänger, Schmuck usw.

    Standort: https://goo.gl/maps/Yq5yremUpfN9cvr7A

    Sigaram
    Falls dir die Luftpost Briefumschläge aus Auroville mit dem Auroville Logo und dem hellen weißen Papier auch nicht gefallen, bist du hier an der richtigen Adresse. Es gibt ganz klassische rot-blau-weiß gestreifte Airmail-Briefumschläge (ein Umschlag für 2 Rupien), die schon total vergilbt und alt aussehen. Damit macht es richtig Spaß Briefe zu verschicken.
    Außerdem wirst du in diesem Laden auch Leinwände, Malblöcke, Notizbücher, Buntstifte, Filzstifte, Fineliner, Wasserfarben, Acrylfarben, Pinsel und alles erdenklich andere finden, was irgendwie mit Schreibwaren in Verbindung gebracht werden könnte.

    Standort Google Maps: https://goo.gl/maps/DS5LpFqWnugWMhBS7
    Ich bin wieder anderer Meinung: https://goo.gl/maps/zg6DtjqNVPU8JqJG6


    Sri Aurobindo Handmade Paper
    Die Paper Factory hat einen kleinen Verkaufsraum mit ihren handgeschöpften Papieren, Grußkarten, Stiftehaltern usw. Sie verkaufen auch kleine Packungen an Papierresten, zusammengestellt aus verschiedenfarbigen Schnipseln, die sich super zum Basteln eignen (kleine Packung 15 Rupien, große Packung 30 Rupien).

    Standort: https://goo.gl/maps/cMCELHbGDkD8R8uJ7

    HAUSHALTSWAREN

    Metalware Shop
    Direkt auf der Haupteinkaufsstraße (Jawaharlal Nehru Street; kurz JN Street) gelegen ist dieser kleine Metallwaren Laden. Du bekommst hier Schlösser, Nägel, Schrauben, Abflusssiebe (macht das Leben so viel einfacher!), Karabinerhaken usw.

    Standort: https://goo.gl/maps/ST4X4Hc2DZeKw6VL6

    Singapore Steel
    Direkt daneben gelegen liegt das riesige fünfstöckige Singapore Steel House: ein Kaufhaus für alle möglichen Stainless Steel Waren. Besteck, Becher, Teller, Pfannen, Töpfe, Dosen, Brotboxen, Flaschen, Siebe, Geschirr-Abtropf-Ständer, Teesiebe, Idli Maker usw. Sie haben so ziemlich alles, was du brauchst.

    Standort: https://goo.gl/maps/2JPJTttAFVHhfKK96

    Meenatchi Steel
    Falls dich Singapore Steel mal enttäuscht, wirst du garantiert hier fündig: ein deutlich kleinerer, wenn nicht sogar winziger Steel Shop weiter Richtung Meer auf der JN Street. Singapore Steel in klein, aber fein. Du findest hier Edelstahl Espressokannen in allen Größen, aber auch rechteckige (!) Brotboxen, wohingegen Singapore Steel meist nur runde hat und schönere Flaschen gibt es hier auch.

    Standort Google Maps: https://goo.gl/maps/jvPq8K9fFsypNkKu9
    Meiner Meinung nach: auf der gegenüberliegenden Straßenseite


    Chaigläser Markt
    Ich weiß nicht wie oft ich hier war.. ich habe mich schon von Anfang an in die indischen chaigläser verliebt: aus den großen kann man super seinen morgendlichen Kaffee trinken, da sie hitzefest sind und auch noch total schön aussehen. Es gibt auch die kleinen, die du an jedem Teestand bekommst. Der Verkäufer muss mich irgendwann schon gekannt haben, als ich das zehnte Mal auftauchte. Gläser sind kaputt gegangen, dann habe ich welche nach Hause geschickt, wollte mehr für mich haben, will selbst welche mit nach Hause nehmen usw. Eins der großen kostet 12 Rupien. Wenn du mehrere kaufst wird grob gerundet, aber sie sind immer noch sehr, sehr preiswert auch wenn sie mal 15 Rupien kosten sollten.

    Standort Markt: https://goo.gl/maps/B9LK6eGzdrHn1Lpo8
    Die Chaigläser findet ihr an verschiedenen Ständen in dem ersten Gang, der parallel und am nächsten zur JN Street liegt.

    KLEIDUNG

    Aroul Textiles Clocktower
    Empfohlen von unserer Mentorin, aber ich habe gemerkt, dass auch viele andere ihn empfehlen: Aroul. Er verkauft hinter dem Clocktower mitten auf dem Markt jegliche Stoffwaren. Mir wurde er auch mal von einem Ladenbesitzer in der JN Street empfohlen.
    Aroul ist ein fröhlicher und hilfsbereiter Verkäufer, der gern alle seine Waren auspackt um sie dir zu präsentieren und nicht allzu traurig ist, wenn du dann doch nichts kaufst und er alles wieder einpacken muss. Er hat Oberteile, Hosen, Schals (Seide/Baumwolle/Wolle), Sarongs (nicht verpassen!), Bettüberwürfe etc. Und das Beste an allem: alles was du kaufst wird in einen wunderschönen Stoffbeutel verpackt.

    Standort: https://goo.gl/maps/4ApRoyGkcCiYqvpY7

    Pothys
    Ist ein riesiges Kaufhaus, das vor allem Saris verkauft, aber auch eine Abteilung mit Kurtas (indische Oberteile, die gerne im Alltag getragen werden) und Churidars (dazugehörige Hosen) hat. Die Abteilung mit den Hochzeitssaris ist alleine schon einen Besuch wert, da die Gestaltung des Raumes immer prächtiger wird je teurer die Saris werden.
    Falls du das ganze gleich noch mit einem Wocheneinkauf verbinden möchtest liegen in den oberen Stockwerken noch ein riesiger Supermarkt und ein Haushaltswarenhandel. Ich würde an deiner Stelle aber lieber auf dem Markt einkaufen als in diesem seltsamen Supermarkt.

    Standort: https://goo.gl/maps/fGcmwJxVDAaLknxC8

    Max
    Ist sowas wie der indische H&M – obwohl es H&M in größeren Städten wie Chennai auch gibt –  der sowohl „westliche“ Kleidung als auch indische anbietet, falls du nach modernen Kurtas oder indischen T-Shirts, Kleidern, Röcken oder Hosen suchst. Hier findet sich für jeden was. Max hat eine Filiale am nördlichen Ende der Innenstadt und eine in der sogenannten „Providence Mall“ – einem Einkaufszentrum, das auch ein modernes Kino beherbergt. Der Kinobesuch lässt sich also sehr gut verbinden mit einem kleinen Einkaufsbummel.

    Standort Providence Mall: https://goo.gl/maps/vU4EFcqJ9xgphGtW6
    Standort Stadt: https://goo.gl/maps/N1brcKpu6z7y9Fkq8
    ESSEN UND TRINKEN

    Saftladen
    Nahe des Zeitungskiosks ist dieser kleine Laden, der frisch gepressten Saft verkauft. Meine Lieblingsmischung: Mosambi (Zitrusfrucht) und Pineapple. Ein Saft 40 Rupien.

    Standort (ungefähr geschätzt): https://goo.gl/maps/DiSgNVYNLr7e4gqx5

    Frühstück nahe Zeitungskiosk
    Ich war tatsächlich nur einmal in Pondicherry frühstücken – auch in direkter Nähe der Zeitungen – aber es war sehr lecker hier.

    dav

    Standort: https://goo.gl/maps/gMvjMz9mYh6no2h47

    Vijaya Coffee Bar
    Es ist kaum ein Ausflug nach Pondicherry ohne einen Besuch unserer Lieblings Coffee Bar vergangen. Diese Coffee Bar befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Markt, gegenüber des KFC und bietet den besten Kaffee, sehr leckeren Tee und stets frische frittierte Köstlichkeiten an, darunter medhu vadai, bhaji, irgendwelche Gemüsebällchen und wechselnde andere Teig-Gemüse-Fett-Variationen. Viel Spaß beim Rausfinden, was sich hinter den Begriffen verbirgt. Super lecker und super billig. Kaffee 20 Rupien, Tee 12₹ und 4 frittierte Teilchen für nur 20₹.

    Standort: https://goo.gl/maps/SNCVC5tX8PyFBSYg8

    Indian Coffee House
    Ich bin kein großer Fan des hier angebotenen Kaffees, doch das „Tomato Uttapam“ (55₹) ist der Hammer! Schmeckt wie indische Pizza und ist der perfekte Snack für zwischendurch.

    Standort: https://goo.gl/maps/auZmccBaZ9LkNdiH7


    KOCHKURSE & CO.

    SITA Cultural Center
    Viel zu spät entdeckt und bereut, dass ich es nicht schon ganz am Anfang meines Aufenthaltes ausprobiert habe. Hier kannst du kochen lernen, Henna Tattoos machen, lernen Saris zu tragen und vieles mehr. Sita bietet allerlei Kurse an. Ich habe zum Beispiel den Kochkurs „Tiffins at Lakshmi’s“ gemacht, in dem man lernt Idli und Dosa mit Chutneys und Sambar zu kochen. Ich wünschte ich hätte das früher entdeckt und hätte schon das ganze Jahr über meine eigenen Idli und Dosa machen können. Allein durch die verwendeten Gewürze erinnere ich mich immer an den Markt in Pondicherry, da der Geruch so einprägsam ist. 

    Standort: https://goo.gl/maps/PuAizyqwCVocQjx36

    SONSTIGES

    Fabindia
    Standort: https://goo.gl/maps/8weEhd4Ktpv5WACT6

    Focus Book Shop
    Standort: https://goo.gl/maps/BADNmg3w8gs75ywm8

    Kaffee vom Markt
    Standort Markt: https://goo.gl/maps/B9LK6eGzdrHn1Lpo8

    Plastikladen
    Standort: https://goo.gl/maps/gS8d6r6PGVS4KtVz6

    Stoffborten bei Rathna Emporium
    Standort: https://goo.gl/maps/3UrpA9EAFkZuxLtD8


  3. Halbzeit

    Februar 13, 2019 by Julia

    The clock is running, for the WW11 Crew.



  4. Du dum…

    Januar 22, 2019 by Julia


  5. Binäruhr im Eigenbau

    Januar 17, 2019 by Jannes Dirks

    Weil einfach lesbar zu mainstream ist…

    Ich hatte schon länger die Idee mir eine Uhr mit LEDs selber zu bauen, da LEDs bekanntlich alles besser machen. Relativ zügig nach der Anreise habe ich mir schon ein kleines Inventar an Komponenten zusammengestellt. Für eine Uhr, die aus vollen Siebensegmentanzeigen besteht, reichen meine gleichfarbigen LEDs aber nicht aus. Dabei brauch ich pro Ziffer 7 LEDs:

    Bildergebnis für sieben segment anzeige

    Was sich bei 14 LEDs für die Stunden, 14 für die Minuten, 14 für die Sekunden und sieben für die erste Nachkommastelle zu 49 LEDs summiert. Statt dessen habe ich auf eine etwas ökonomischere Variante zurückgegriffen: statt jede Ziffer klassisch darzustellen, kann ich sie auch einfach mit wesentlich weniger Aufwand binär ausgeben. Dazu eine kleine Erläuterung:

    Bildergebnis für binär

    Es werden einfach 4 LEDs (Bits) als eine Ziffer gewertet. Dabei bestimmen die Positionen der leuchtenden LEDs den Zahlenwert. Die erste hat den Wert eins, dann zwei, vier und acht. Wenn alle LEDs leuchten wird 1+2+4+8 gerechnet und damit ergibt sich ein Maximalwert von 15. Ich brauche maximal 9, aber da bei bei 3 LEDs nur 1+2+4 darstellbar ist sind 4 LEDs das Minimum. Damit wurden die 49 schon zu 7*4, also 28 LEDs reduziert. vier weiter LEDs lassen sich aber auch noch einsparen: die erste Ziffer der Stundenzahl ist nie höher als 2 (da max. 24 Uhr), die erster Ziffer der Minutenzahl ist nie höher als 5 (da max. 59 Min) und gleiches gilt für die Sekunden. Damit konnte ich mir ein passendes Layout für die LEDs überlegen:

    Jetzt werden nur noch 330Ω Widerstände vor die LEDs geschaltet und der einfache Part meines Projektes ist fertig.

    Zur Ansteuerung der 24 einzelnen LEDs verwende ich einen Arduino Nano. Dieser hat 19 separat ansteuerbare Pins die entweder an oder aus sind. Den Mathematisch bewanderten fällt sicherlich schon ein Problem auf… Das ich 2 Pins einzig für die Kommunikation mit einem Echtzeitmodul reservieren muss hilft auch nicht. Nachdem ich länger als ich zugeben will gegrübelt habe, bin ich zu einer ziemlich einfachen Lösung gekommen:

    Wenn der Transistor A aufgeschaltet wird, sind die negativen Kontakte der LEDs eins bis vier mit Gnd verbunden jetzt können die Pins eins bis vier diese steuern. Wird nun der Transistor B eingeschaltet und A wieder ab, so lassen sich mit den selben Pins die LEDs fünf, sechs sieben und acht ansteuern. Die LEDs bekommen zwar nur für die Hälfte der Zeit Strom, das reicht aber noch aus um sie stark genug zum leuchten zu bringen. Mit zwei Pins für das Echtzeitmodul + zwei für die Transistoren sind nun noch 15 Pins für die LEDs über. Durch die Transistoren lassen sich aber bis zu 30 LEDs ansteuern. Ein paar einsame Abende später ist die Hauptplatine fertig:

    Des weiteren nutze ich ein ds3231 Echtzeitmodul, dass die Zeit speichert wenn mal kein Strom vorhanden ist.

    Bildergebnis für ds3231

    Der Code für den Arduino besteht aus 3 Blöcken: der erste ist fürs Setup und initialisiert das oben genannte Modul, benennt Variablen und ist eher langweilig. der zweite Block ruft die Zeit aus dem Modul auf und sorgt dafür das die Variablen für Stunden, Minuten und Sekunden immer den richtigen Wert haben. Der Dritte und interessanteste Block stellt die Zeit mithilfe der LEDs dar.

    Hier werden die ersten zwei LED Reihen die die ersten zwei Ziffern der Stundenzahl anzeigen gesteuert. Dazu wir erst geprüft ob die Zahl größer als 10 ist und dann größer als 20. Damit wird für 23 Uhr beispielsweise die zweite LED in der ersten Reihe eingeschaltet und zeigt somit 20 Stunden an.

    h0urs = time[0];
    if(time[0] > 9 && time[0] < 20){ digitalWrite(2,HIGH); h0urs = time[0] – 10; } if(time[0] > 19){
    digitalWrite(3,HIGH);
    h0urs = time[0] – 20;
    }

    Danach wird die zweite Stelle dargestellt. Dazu wird die folgende Logik verwendet:

    if(h0urs == 1 || h0urs == 3 || h0urs == 5 || h0urs == 7 || h0urs == 9){
    digitalWrite(4,HIGH); //Ist die Zahl ungerade ist die erste LED immer an
    }
    if(h0urs == 2 || h0urs == 3 || h0urs == 6 || h0urs == 7){
    digitalWrite(5,HIGH); //die Zweite ist bei diesen Werten an
    }
    if(h0urs == 4 || h0urs == 5 || h0urs == 6 || h0urs == 7){
    digitalWrite(6,HIGH); //die Dritte bei diesen
    }
    if(h0urs == 8 || h0urs == 9){
    digitalWrite(17,HIGH); //und die Letzte nur bei 8 und 9
    }

    Danach wird der Transistor A kurz eingeschaltet und danach alles zurückgesetzt

    digitalWrite(13,HIGH);
    digitalWrite(13,LOW); //Pin für Transistor
    digitalWrite(5,LOW);
    digitalWrite(6,LOW);
    digitalWrite(17,LOW); //Liste geht noch weiter, es werden einfach alle pins zurückgesetzt. Danach wiederholt sich alles für Sekunden und mit Transistor B

    Nachdem alles fertig gelötet ist und der Code keine Fehler mehr auswirft wird der Echtzeitchip eingestellt und die Uhr kann endlich getestet werden:

    Tadaaa, ich brauch zum lesen zwar vier mal so lang wie bei einer normalen Uhr dafür sieht meine cooler aus.


    Ich entschuldige mich schon mal für die zahlreichen Rechtschreib- und Grammatikfehler.