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‘Auf Achse!’ Category

  1. 9 Nächte

    Februar 7, 2018 by Nina

    (6 im Zug, 2 in Städten, 1 in der Wüste)

    Wen würde ich, wenn ich mich entscheiden müsste lieber heiraten: einen Inder oder einen Deutschen? Diese Frage hatte ich mir, ehrlich gesagt, noch nie so gestellt. Und doch tauchte sie am zweiten Tag der Reise auf, die Mira und ich nach Rajasthan unternahmen. Gestellt wurde diese Frage von einem tamilischen College Studenten, dessen Namen ich mir leider nicht merken konnte und den wir zusammen mit 6 seiner Kommilitonen auf unserer 38-stündigen Hinfahrt im Zug kennenlernten. Zugegebenermaßen war mir zunächst etwas mulmig zumute, als mir klar wurde, dass ich auf der ersten nächtlichen Zugfahrt meines Lebens das Abteil mit 7 fremden jungen Indern teilen würde. Jegliche Vorbehalte schwanden aber, da wir nach allen Regeln der Kunst mit ihren mitgebrachten Speisen gemästet wurden, sie verkündeten uns Tamil beibringen zu wollen, ein paar Augen über die Bettkante lugten, um mir zu versichern, dass bei „any problems at night“ ich nur zu rufen brauchte, und am Ende nicht nur die unvermeidliche Selfie-Time, sondern auch kunstvoller deutscher und tamilischer Gesang stand.

    Diese für indische Verhältnisse nicht wirklich ungewöhnliche Begegnung sollte während der zehntägigen Reise keine Ausnahme bleiben. Denn nachdem wir im deutschen Stechschritt in zwei Tagen (fast) alle Touristenattraktionen in Jaipur abgeklappert hatten, stand die nächste Nacht im Zug auf dem Weg nach Jaisalmer an. Von der „Pink City“, wie Jaipur auch genannt wird, waren wir ziemlich erschöpft, weil jegliches Schlendern über die Straßen zwischen den Tourismus-Hotspots von allzu aufdringlichen Tuktuk-Fahrern, Geschäftseigentümern und der hohen Luftverschmutzung verleidet wurde.

    Als wir daher müde auf unserer Sitzbank im Zug hingen, stellten wir überrascht fest, dass im Nachbarabteil des Sleeper-Class-Waggons sich noch ein weiteres weißes weibliches Wesen befand. Wie wir später feststellten war die mutige Reisende eine polnische Ärztin, die alleine und ohne großen Plan durch Indien reist, und auch auf dem Weg nach Jaisalmer war. Im Gegensatz zu uns traute sie sich während eines Halts unabsehbarer Länge aus dem Zug, um Essen am Bahnsteig zu kaufen. Unsere hungrigen Blicke waren scheinbar nicht so unauffällig wie wir dachten, denn sie teilte ihre Portion mit uns und ging dann, kurz bevor der Zug losfuhr, Nachschub besorgen. Aber auch für sie zahlte sich die Begegnung aus, denn als nach einer kurzen durchfrorenen Nacht der Zug tatsächlich mit einer halben Stunde Verspätung pünktlich um 5:20 am am Zielbahnhof ankam, hätte sie ohne uns als lebendige Wecker noch selig geschlafen. Als langsam die Sonne immer mehr und mehr von der architektonischen Schönheit und der müllüberzogenen Hässlichkeit Jaisalmers enthüllte, war unsere Laune kältebedingt leider nahe des Gefrierpunkts angelangt. Mit dem frühmorgendlichen Einchecken ins Hotel, einem leckeren Frühstück und dem darauffolgenden Besuch eines Desert-Festivals (Wusstet ihr, dass es Kamel-Polo gibt?) waren wir aber bald wieder guter Dinge.

    Für die nächste Nacht im Zug waren wir mit einer zusätzlichen Decke und mit deutlich entspannterer und positiverer Stimmung bewaffnet. Außerdem gingen wir an diesem Tag nicht alleine zum Bahnhof, da wir auf der Kamel-Safari in der Wüste hinter Jaisalmer (unter anderem) einen Nord-Ost-Inder kennen gelernt hatten, der auch unser Zuggefährte werden sollte. Der Kamelritt während der Safari war für mich wie Pony-Reiten in der Wüste. Sehr, sehr große Ponys. Und erstaunlich gut erzogene. Der vorbildlich organisierte Ausflug beinhaltete aber nicht nur den erwähnten Ritt auf einem Kamel sondern auch das Übernachten unter freiem Himmel in der Wüste. Neben einer besonders schönen Düne wurde unser Lager aufgeschlagen und es war ein fast perfekter Tag mit einem wunderschönen Sonnenuntergang, einer folgenden Mondfinsternis, während der sich unzählige Sterne neben dem Blutmond hervortrauten, und schließlich einem beeindruckenden Vollmond, der mit seiner Strahlkraft der Sonne versuchte Konkurrenz zu machen. Seien wir ehrlich: In der Wüste hat der Mond da keine Chance, aber es war ein guter Versuch.

    Nach einem Tag in Jaipur, den wir unmotiviert die meiste Zeit in unserem ehemaligen Hotel verbrachten, traten wir schon wieder die Rückreise Richtung Auroville an, um im Zug sofort vom indischen Klischee umzingelt zu werden: Eine Großfamilie mit einem unangefochtenen Hahn im Korb, einer fürsorglichen Mutter, zwei mitreisenden Tanten, einer rebellierenden Tochter und einem kleinen Sohn. Da auch diese Mitreisenden uns nicht verhungern ließen, steht fest,dass auch bei allen Unterschieden zwischen Rajasthan und Tamil Nadu (Sprache, Essen, Architektur, Menschen, Kühe) Indien mehr zusammen hält als nur „Faulheit und Chaos“.

    Nach diesem fulminanten Abschluss unserer Reise bleibt nur noch eine Frage: Wen würde ich lieber heiraten: einen Deutschen oder einen Inder? Muss ich darauf eine Antwort kennen?


  2. Tiruvannamalai

    Dezember 18, 2017 by Mira

    Am Wochenende haben sich unter der Führung von Jürgen ein paar von uns (Jasper, Daniel, Manuel, Camilla, Johann, Luk und ich) nach Tiruvannamalai aufgemacht. 3h hat die Motorradfahrt gedauert (ohne die Pausen) und gefahren sind wir über einige Landstraßen und Highways, wobei wir auf beiden in unserem jugendlichen Übermut mit Freude versuchten, das äußerste aus unseren Motorrädern herauszuholen, sofern der Verkehr nicht zu dicht war.

    In der Ferne ist der Berg schon von weitem zu sehen

    Angekommen sind wir in Tiruvannamalai am Samstagabend. Neben Bezug eines Hotels und irgendwo gemeinsam zu Abend essen gehen, haben wir uns noch den Ashram von Sri Ramana Guru angeschaut. Allgemein findet man in Indien überall hinduistische Tempel, Moscheen und Kirchen. Aber in dieser Stadt schien die Fülle an hinduistischen Elementen noch mehr zu sein als sonst, was vielleicht daran liegt, dass sich Tiruvannamalai am Fuße eines heiligen Berges befindet. So soll Sri Ramana eine Inkarnation von diesem heiligen Berg gewesen sein. Im Ashram selbst war, als wir dort ankamen, gerade ziemlich viel los. In einer großen Halle saßen viele Inder, aber auch recht viele Weiße in Reih und Glied und sangen bzw. sprachen immer wieder dieselben Sätze (oder Wörter?). Ein paar umrundeten auch einen goldenen Stuhl, reichlich mit Blumen geschmückt. Der fast monotone Sprechgesang schien die Anhänger Ramana Gurus in Meditation zu versetzen. In einigen Nebenräumen waren Leute in das Studieren seiner Lehren vertieft und in einem weiteren Raum wurden hinduistische Götter verehrt. Stets umgab einen hier der Geruch von Räucherstäbchen und brennenden Ölkerzen in Tonschälchen.

    Am nächsten Tag begann dann der Aufstieg auf den 800m hohen, heiligen Berg. Jürgen und ich machten uns bereits gegen 5 Uhr morgens an den Aufstieg, die anderen folgten später. Im noch Dunkeln kletterten wir somit den Berg hoch, wobei ich mit klettern meine, dass es keine ebenen Wege oder Treppen gab, sondern wir wirklich über große und kleine Steine und teilweise fast glatte Felswände hochkraxeln mussten. Während unseres Aufstiegs wurde der Himmel immer heller, doch einen wirklich schönen Sonnenaufgang konnte man nicht sehen, denn der Smog über der Stadt in Verbindung mit der hier allgemein hohen Luftfeuchte, verminderte die Aussicht extrem. Nach 1½h war der (anstrengende) Aufstieg dann geschafft. Sonderlich weit konnte man aus eben genannten Bedingungen nicht schauen, dennoch war die Aussicht überwältigend (und der starke Wind eisig). Ein paar Anhänger eines bereits verstorbenen Gurus, der hier oben 17 Jahre lang gefastet hatte, leben dort in einer winzigen Hütte. Einer kam zu mir und hat mir die heiligsten Stellen gezeigt und mir vorgemacht, wie ich mich zu verhalten hätte, um den Segen des Berges zu bekommen. Auch führte er mich in eine kleine Höhle mit einer blütenbedeckten Statue und einem bereits brennenden Räucherstäbchen. Dort saßen wir einige Zeit und führten ein paar Rituale durch, die ich nicht in Kürze zu beschreiben vermag. Später brachte er mich in ihre winzige Hütte und man bot mir etwas zu trinken an.

    Auch hier oben sind die Geräusche der Stadt noch nicht verklungen

    Nach einem scheinbar nicht enden wollenden Abstieg und einer kurzen Erfrischung im Hotel, machte ich mich noch auf den Weg in den Annamalaiyar Tempel. Es handelt sich hierbei um eine große Tempelanlage mit mehreren reich verzierten Tempeltürmen. Jährlich strömen Tausende von Pilgern hierher und auch als ich den Tempel betrat, herrschte Hochbetrieb. Was für ein Gedrängel – alle wollen sie einmal durch den heiligsten Teil des Tempels durchgeschleust werden, um zumindest für einen kurzen Moment vor einer Statue ein paar Worte zu sprechen und sich segnen zu lassen oder um Hilfe für etwas zu bitten. Im Gegensatz zum Ashram befanden sich hier ausschließlich Inder, mit Ausnahme von mir, was mich gleich zur Touristenattraktion machte – „Selfie, selfie?“.

    Im Nebenabschnitt des Tempels


  3. Teacherstrip

    Oktober 21, 2017 by Johanna

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  4. Mahabalipuram bzw. Mamallapuram

    Oktober 16, 2017 by Mira

    Busse mit geschlossenen Türen? Gibt es hier nicht!

    Seit Tagen ist der Himmel grau und wolkenverhangen. Immer wieder nieselt, regnet, stürmt oder gewittert es. Doch auf die richtig heftigen Regenfälle, die dem Grundwasserspiegel hier so gut tun würden, warten wir noch. Aber wegen solch eines Wetters den ganzen Tag nur zu Hause herumhängen kommt für uns deshalb noch lange nicht in Frage! So hat unser lieber Manuel auch für diesen Sonntag wieder einen Trip geplant und mitgekommen sind neben Manuel und mir noch Nina und Said. Von Pondicherry aus ging unsere zweistündige  Busfahrt nach Mahabalipuram bzw. Mamallapuram (viele Orte hier scheinen mehrere Namen zu haben) und ich frage mich, warum die Tamilen noch nicht taub sind, so laut wie die Musik, egal ob in Bussen oder in den Tempeln, immer abgespielt wird. Auch die Hupen könnten lauter nicht sein.

     

    Als wir von unseren Mitfahrern freundlich darauf hingewiesen werden, dass wir nun in Mahabalipuram sind, steigen wir aus und stehen etwas orientierungslos neben dem Highway am Stadteingang. Wir lassen uns von einem Rikschahfahrer überrumpeln und werden für 200 Rupien pro Person (ja, eindeutig zu viel, trotz Feilschens) den gesamten Tag herumgefahren. Diesmal gibt es keine hohen Berge mit hunderten von Stufen, die bestiegen werden müssen, dennoch haben wir einen recht schönen Ausblick (aufs Meer):

    Im Laufe des Tages sehen wir viele Baudenkmäler aus der Pallava-Zeit (7. bis 9. Jh. n.Chr.). Tempel, die aus einem einzigen Stein herausgeschlagen wurden, sogenannte Rathas. Höhlenartige Tempel, freistehende Tempel und sehr viele Reliefs.

    Herabkunft der Ganga

    Kühe – auch vor über 1300 Jahren schon wichtig

    Rathas

    Kampf von Gut und Böse

    Nach unserer Sightseeing-Tour der architektonisch bewundernswerten Elemente, werden wir zum Strand gefahren, genauer gesagt zum europäischen Strandabschnitt. Mahabalipuram ist nämlich eine der Touristenattraktionen Tamil Nadus, sowohl unter ausländischen als auch inländischen Touristen. Immer wieder haben wir heute auch „Weiße“ gesehen, die Einwohner scheinen ziemlich gut Englisch sprechen zu können und überall werden Essen oder Souvernirs für Touristen angeboten. Doch warum gibt es zwei verschiedene Strandabschnitte? Weil Inder eine andere Vorstellung von Strandurlaub zu haben scheinen als Europäer. Am europäischen Strandabschnitt liegen ein paar Fischerboote und Kühe herum und ein paar Weiße surfen in den sich brechenden Wellen. Kein einsamer Palmensanstrand, aber immerhin liegt hier (fast) kein Müll herum und Baden lässt es sich hier schon recht gut. Doch wir wollen auch den indischen Strandabschnitt sehen. Strand? Ich würde wohl eher sagen Jahrmarkt. Menschenmassen schieben sich an Buden, in denen Essen, Souvenirs und sonstiger Krimskrams angeboten wird, vorbei. Schießbuden, Karussels und Pferde für den „romantischen“ Strandritt fehlen natürlich auch nicht. Nur baden tut keiner. Viele Inder können nämlich auch gar nicht schwimmen.

    Den anderen wird es etwas zu viel und letztlich machen wir uns auf den Heimweg. Kaum steigen wir beim Highway aus der Rikschah, kommt auch schon ein Bus. Wir steigen ein und sind überrascht: Ruhe! Es gibt tatsächlich Busse, in denen man nicht mit Musik beschallt wird, sondern in großzügigen, bequemen Sitzen schlafen bzw. dösen darf – gegen einen Aufpreis, versteht sich.

    3 Stunden, nachdem ich Mahabalipuram verlassen habe, komme ich auf Discipline an und werde gleich sofort von Jasper und Daniel gerufen – das muss ich mir anschauen! Eine große, gelb-schwarz gestreifte Spinne hatte ihr Netz in eine Bananenstaude gewebt und sich als sehr aggressiv herausgestellt. Die beiden Jungs „fütterten“ die Spinne mit verschiedensten Insekten indem sie diese in ihr Netz warfen. Sobald sich die Insekten im Netz verfangen hatten, kam die Spinne herbei, rollte sie in einem rasendem Tempo mit ihrem Faden ein und tötete sie durch ihren Biss. Und als sich die Insekten nicht mehr bewegten, wurden sie von der Spinne „ausgesaugt“.

    Die Tierwelt von Auroville ist schon recht interessant und eindeutig anders als die in Berlin bzw. Mitteleuropa. Doch genauer möchte ich auf sie erst in einem anderen Blogbeitrag eingehen.


  5. Gingee

    Oktober 9, 2017 by Mira

    Unser Schweiß brennt uns in unseren Augen. Die Sonne brennt bei 30°C+ unerbitterlich auf uns nieder, während wir Rajagiri und Krishnagiri besteigen. Wie sind wir (Manuel, Jasper und ich) bloß an diesen Ort namens Gingee (Senji) mit Ruinen aus längst vergangenen Zeiten, erbaut hoch oben auf Bergen, die aussehen wie aufgeschüttete Steinhaufen, gekommen? Durch die Planung unseres Travel Guides Manuel und natürlich mit dem öffentlichen Bus! Um den Tag effizient nutzen zu können, sind wir früh aufgestanden trotz eines langen Abends zuvor auf der Pizzanight im Youthcenter. Von Pondicherry aus fuhren wir die einschläfernden 1½h mit dem Bus durch das kultivierte Flachland von Tamil Nadu, stets laute, tamilische Musik hörend. Doch dann erheben sich auf einmal erste Bergkuppen am Horizont und ehe wir uns versehen, stehen wir zwischen Reisfeldern vor dem ersten Berg, auf dem sich das Queens fort befindet – Krishnagiri.

    Der erste Palast auf diesen Bergen wurde im 9.Jh n.Chr. in der Chola-Dynastie erbaut und ist seitdem ständig aus- und umgebaut worden von den verschiedensten Herrschern und Dynastien. Viele Stufen müssen wir erklimmen, was wie oben schon beschrieben, in praller Sonne ziemlich schweißtreibend ist. Doch während wir in alten, halb zerfallenen Palastgemäuern von Dutzenden von Libellen umschwirrt werden, ergibt sich uns ein Ausblick auf das, was noch vor uns liegt: Rajagiri (der rechte Berg im Bild):

    Noch mehr Stufen, die wir emporsteigen müssen, noch mehr Schweiß, der fließen wird, doch wissend, dass einem von diesem noch höheren Berg, ein noch fantastischerer Ausblick gewährt wird. Unsere Erwartungen wurden erfüllt:

    Zur einen Seite hin sieht man die Stadt Gingee und den Berg Krishnagiri. Zur anderen Seite hin eröffnet sich uns ein Blick auf die ursprüngliche Vegetation Tamil Nadus vor der Kolonialzeit: Zwischen den steinigen Bergen ein grüner, wilder Dschungel (und in diesem immer wieder mal eine Tempel- oder Palastruine zu sehen). Auch Rajagiri selbst ist ein ziemlich überwucherter Ort und so kommt man sich beim Erkunden der Ruinen und beim Überklettern von Felsen fast vor wie Indiana Jones.

    Auch mussten wir uns vor „gefährlichen“ Tieren in Acht nehmen: Affen. Diese Tiere mögen auf den ersten Blick ganz niedlich sein, doch sobald sie sich einem nähern fletschen sie die Zähne, knurren und springen einen sogar an. Durch diese aufdringlichen Affen mussten wir auf Rajagiri lange nach einem ruhigen Ort suchen, um den Ausblick genießen zu können.

     

    Aber die Affen waren nicht die einzigen aufdringlichen Lebewesen an diesem Tag. In Gingee scheint man nicht so oft „Weiße“ zu sehen und so wurde uns oft die Hand geschüttelt, teilweise sogar geküsst, ständig hat man uns danach gefragt, wo wir her kommen und wie wir heißen. Und alle wollten ein Selfie mit uns machen. Als wir dann anfingen mit ihnen Smaltalk auf Tamil zu betreiben, hat es eigentlich alle Tamilen sehr erfreut und ihnen ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Und es hat uns wahrscheinlich auch geholfen beim Feilschen. Manuel hat es tatsächlich geschafft, den Preis für die Rikschafahrt zurück in die Stadt (weil wir alle echt fertig waren nach zwei Bergerkletterungen) von 70 Rupien auf 25 Rupien zu senken. In Gingee ist uns dann der Bus fast vor der Nase weggefahren, doch durch einen Wink des Ticketverkäufers sind wir einfach auf den schon anfahrenden Bus raufgesprungen – hier in Indien ganz normal. Völlig erschöpft, aber sehr zufrieden mit den heutigen Tag lassen wir uns dann auf der Rückfahrt an einer größeren Bushaltestelle auch noch von einem der vielen Streetfoodverkäufer, die den Bus während seines kurzen Stillstandes erobern, etwas leckeres andrehen und dösen auf der langen Rückfahrt glücklich und zufrieden im Bus vor uns hin – in Gedanken an den heutigen genialen Tag.