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‘Anfangszeit’ Category

  1. Von Kühen am Strand, Affen auf dem Schulhof und Weltwärtslern in Auroville

    November 1, 2015 by Jana

    Da es hier ja schon einiges an Erzählungen von unseren Leben hier gibt, dachte ich mir, es wäre doch auch Mal ganz nett eine kleine Fotoreihe zu etablieren.

    Deshalb hier

    Fotografische Impressionen aus Auroville und Umgebung

    aufgenommen von Ankunft bis Ende September.

     

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    Kaya tripych

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    Vince Dipych

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    anneke tripych

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  2. DIE LETZTE ZEIT…

    Oktober 29, 2015 by Catha

    So. Nun werde ich auch mal versuchen aus meinem verquirlten Gedankensalat die Erinnerungen an die letzte Zeit hervorzukramen und in halbwegs verständliche Sätze umzuwandeln.
    Ich bin hier nun schon zwei Monate und würde so langsam behaupten angekommen zu sein. Grade habe ich mich im Village House in Kottakarai eingerichtet, wo ich ja momentan mit Felix, Laura und Jelly wohne. Obwohl sich auch das bald ändern könnte… mal sehen.
    Das Haus ist jedenfalls praktischer Weise ziemlich nah an meiner Arbeit, mit’m Motorrad brauche ich nur knappe 10 Minuten.
    Ziemlich gut, wenn man morgens gerne lange schläft.
    Und ja, Ich habe endlich ein eigenes Motorrad! Mit ihr cruze ich seit ein paar Wochen ganz glücklich durch die Gegend.
    Das sind Molly und ich:

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    An meinen Fahrkünsten muss ich allerdings definitiv noch arbeiten, denn damit bringe ich mich durchaus ab und an in die ein oder andere unangenehme und/oder brenzlige Situation.
    Dann steht halt mal schnell im Dorf ’ne Horde tamilischer Männer um dich herum und alle reden auf dich ein, weil du dein Motorrad nun schon zum 10ten Mal abgewürgt hast, während man selbst am liebsten im Boden versinken würde und nun erst recht nichts hinkriegt oder bleibt mitten auf der Straße stehen, weil plötzlich ’ne Kuh von irgendwo her aufgetaucht ist und man während der spektakulären Vollbremsung nicht direkt ans runter schalten gedacht hat sondern mehr an sein und das -hier heilige- Leben, der mit aller Seelenruhe die Straße weiter überquerenden, Kuh.
    Aber vermutlich gehört das halt einfach irgendwie dazu.
    Wenn ich dann endlich heile bei meiner Arbeitsstelle angekommen bin, hab ich immer unglaublich viel Freunde dabei an der Seite von Uma und Malliga, den anderen Erzieherinnen, mit den Kids rumzutollen, zu schaukeln, Sandburgen zu bauen und für Frieden zu Sorgen, denn 2,5 Jährige können ziemlich fies sein wenn sie wollen.

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    Ich liebe das Gefühl, wenn die Kleinen mir ‚Good Morning Akka!‘ zurufen und mich stürmisch umarmen. Wahnsinn wie schnell die Kleinen einen annehmen. Und das genieße ich grade auch wieder, denn die letzten 2 Wochen waren Ferien und ich war ganztags im Healing Center. Da habe ich Muthu geholfen, welche den Laden dort schmeißt und eine wahnsinnig liebenswürdige und intelligente Person ist, die ich jetzt schon sehr in mein Herz geschlossen habe.
    Im Allgemeinen finde ich mich in diesem doch ziemlich waldigen Stückchen unserer Erde so langsam zurecht und verfahre mich nur noch ab und an.
    Ich kann in der Solarkitchen, der Kantine Aurovilles in der ich immer zu Mittag esse, inzwischen viele Leute grüßen wenn ich sie treffe, weil ich sie durch irgendwen oder auch einfach nur zufällig kennengelernt habe und genieße es irgendwie so langsam auf die gut versteckten und verschlungenen Pfade Aurovilles zu stoßen auf denen das Leben hier stattzufinden scheint.

    und jaaaaaa… der Beitrag ist nicht brandaktuell, aber das wird hoffentlich bei den nächsten besser jetzt wo ich das mit den Fotos und so langsam auch gecheckt habe^^ 🙂


  3. Auroville Radio Interview

    Oktober 16, 2015 by Laura

    Ein ganz schneller Post an dieser Stelle, sneaky von der Arbeit aus verpasst.
    Max, Darius und Ich haben gestern ein Interview für das Auroville Radio gegeben. Es geht um unser Programm, aber auch ein bisschen um Auroville, was wir hier so machen, sowohl auf der Arbeit als auch in unserer Freizeit, etc. Das könnte für euch, die ihr euch sicherlich schwer vorstellen könnt, wie es hier so ist, sehr interessant sein.
    Also hier mal der Link: Here, There, Everywhere – AV Radio

    Das Interview ist auf Englisch und kann heruntergeladen oder vor Ort angehört werden. Viel Spaß damit! 😀


  4. Von aufgerissenen Augen und Röntgenstrahlen

    Oktober 11, 2015 by Lukas

    Große Töne hat Lukas beim tränenreichen Abschied aus Deutschland von sich gegeben: „Ich melde mich, wenn ich heil angekommen bin.“ „Ich werde versuchen so oft wie möglich auf dem Blog zu posten!“ „Ihr werdet garnicht dazu kommen, mich zu vermissen, so oft werde ich einen Beitrag schreiben.“
    Lange Rede, kurzer Sinn. Einhalten konnte er seine Versprechen nicht. Trotzdem ist es nun soweit, der lang erwartete Beitrag ist vollendet und präsentiert sich in voller Blüte den gespannten Lesern.

     

    Liebe Freunde der tamilischen Unterhaltung,

    7 Wochen sind vergangen, seit wir mit weit aufgerissenen Augen das erste Mal am Matrimandir vorbeigefahren sind. Seit dem gab es hunderte Momente, welche unbewusst sicherlich alle ihre Wirkung hinterlassen haben, jedoch blieb nicht genug Zeit, um sie alle zu bewerten oder einzuordnen. Genauso verhält es sich mit diesem Beitrag. Es gibt einige Themen, die ich im Folgenden anschneiden werde, um jedoch jede Facette zu erfassen, bedarf es für manche Themen eigene Blogeinträge.

    In den letzten 7 Wochen hat man sich an so einiges gewöhnt. Kalt duschen, mit Spinnen das Zimmer teilen und mit der Hand waschen, wäre für mich in Deutschland wahrscheinlich unvorstellbar gewesen. In Auroville sind diese Vorgänge schon lange in meinem Alltag integriert und auch meine schläfrigen Augen weiten sich nicht mehr, wenn ich frühmorgens am goldenen Matrimandir vorbeifahre. Trotzdem ist die anfängliche, jugendliche Neugier noch lange nicht gestillt und so durchblättert man die News&Notes – die aurovillianische Zeitung – mehrmals wöchentlich auf der Suche nach neuen Kursen und Treffen, die wie genau auf einem maßgeschneidert scheinen. Während einige von uns ihre Bestimmung beim Häuserbauen gefunden haben, sind andere beim Pilates oder Yoga in ihrem Element. Ich selbst bin momentan dabei einen Tennispartner zu suchen, der es sich zur Aufgabe macht, meine Tennisfertigkeiten zu reaktiveren, um in Zukunft hoffentlich regelmäßig mit mir zu spielen. Auch bin ich auf der Suche nach Kunstkursen und -treffen. Die Suche gestaltet sich bisher alles andere als schwierig, sodass ich die nächste Woche entweder mit dem Diskutieren von Kunstepochen oder mit der Suche nach brauchbaren Handwaschmittel verbringen werde.

    Während Robert Lewandowski beim FC Bayern München in 9 Minuten 5 Tore schießt und damit Rekorde bricht, habe ich in 6 Tagen zweimal die Beschaffenheit der indischen Sandstraßen aus nächster Nähe erkundet.  Der erste Unfall war in seiner Entstehung relativ unspektakulär, doch trotzdem fiel das Motorrad zu meinem Missfallen, genau auf meinen linken Fuß, sodass ich nach zwei Tagen mit Verdacht auf Fußbruch zum Röntgen nach Pondicherry musste; was man nicht alles tut, um die indischen Städte besser kennenzulernen! Doch ich kam glimpflich davon, mein Fuß war glücklicherweise nur geprellt, im Gegenzug hatte ich mehrere Röntgenaufnahmen ohne jede Art von Schutzmantel vollbracht. Mein Berufswunsch vom professionellen Samenspender, hat dadurch natürlich einen herben Rückschlag erlitten. Beim zweiten Unfall hat es mich etwas schlimmer getroffen. Meine Plan zwei bellenden Hunden mit furiosem Beschleunigen zu entkommen, wurde schlagartig durch weitere 15 (gefühlt 100) Hunde durchkreuzt, die sich wie eine Horde Türsteher vor meinen geplanten Rettungsweg stellten. Meine rasante Notbremsung wirkte zwar insofern, dass kein Hund zu Schaden kam, doch mein rechter Oberarm, Ellbogen und rechtes Knie wurden alle derart in Mitleidenschaft gezogen, dass ich auch die nächste Woche – zur Wut meiner Freundin – nicht in der Lage war etwaige Hausarbeiten zu vollbringen. Nach 2,5 Wochen sind nun alle Verletzungen gut verheilt und ich hoffe, dass es bei diesem beiden Unfall-Erfahrungen bleibt.

    In Zeiten der Bettlägerigkeit lernt man das eigene Zuhause natürlich von allen Seiten kennen. Meine Freundin (Hilal) und ich wohnen in einer schönen Wohnung auf der Discipline Farm. Wir haben eine schöne Küche, eigenes Bad und sogar eine sonnige Dachterasse. Wir leben über unserer tamilischen Vermieterfamilie, welche sehr nett ist und wahrscheinlich davon ausgeht, dass ich mich in meiner Freizeit gerne als Mumie verkleide, so oft haben sie nach dem Grund für meine Bandagen gefragt.

     

    Unsere Wohnung (oberes Stockwerk) auf der Discipline Farm

    Unsere Wohnung (oberes Stockwerk) auf der Discipline Farm

    Auch zum Arbeiten bin ich in den ersten 7 Wochen gekommen und lerne die Möglichkeiten meines Projekt immer besser kennen. Ich arbeite im Auroville Sports Resource Center – kurz AVSRC – das es sich zur Aufgabe gemacht hat, Sport und Bewegung in Auroville und den umliegenden Dörfern zu fördern.

     

    Kinder beim Aufwärmen und das AVSRC im Hintergrund

    Kinder beim Aufwärmen und das AVSRC im Hintergrund

    Zu meinen Aufgaben gehört es

    • den Nachmittagssport der Aikiyam School mitzugestalten
    • in die umliegeden Dörfer zu fahren, um Informationen über Sportvereine und benötigte Hilfe zu sammeln
    • ein Logo für AVSRC zu gestalten (Ergebnis siehe unten)
    • eine Website zu erstellen (im Aufbau: www.avsrc.jimdo.com )
    • einen Sport-Kalender für 2016 zu entwerfen

     

    Das Logo des Auroville Sports Resource Center

    Das Logo des Auroville Sports Resource Center

    Die Arbeit macht mir viel Spaß, obwohl es anfangs schwierig war, sich Aufgabenbereiche zu suchen und damit eine 30-Stunden-Woche zu füllen. Doch nun bin ich sehr motiviert und freue mich auf weitere spannende Aufgaben.

    Auch in Pondicherry, der nächst größten Stadt waren Hilal und ich schon öfters und ich hoffe, ich kann euch in einem künftigen Bericht die Stadt näher bringen. In der Stadt haben wir bisher alles gefunden, was wir gebraucht haben: Wäschegestell, Kentucky Fried Chicken und alle farbigen Stoffe dieser Welt.

     

    Ein roter Fleck am Ende der Straße

    Ein roter Fleck am Ende der Straße

    Auroville ist jedenfalls ein toller Ort, der einiges zu bieten hat und schon jetzt Seiten in mir zum Vorschein bringt, die ich nie erwartet hätte, denn die Stille der Matrimandir-Gärten zu genießen und im Matrimandir selbst seine eigene Art von Meditation zu erforschen, steht im krassen Gegensatz zum deutschen Lukas, der seine Freizeit auf der Gegengerade des Frankenstadions verbringt, um dort „Pinola, Pinola, Pinolaa!“ oder „FCN back again!“ zu schreien. Ich bin auf jeden Fall gespannt, was genau ich in Auroville noch alles entdecken werde und freue mich über Kommentare, die ihr gerne hinterlassen könnt.

     

    Beste Grüße
    Euer Lukas

    P.S. Leider kann ich momentan keine Bilder posten. Ich hole es so schnell wie möglich nach!


  5. Auch ein Monat in Indien

    September 28, 2015 by Flo

    Auch ich möchte hiermit meinen ersten Bloggeintrag meines Lebens verfassen, da langsam die fernen Stimmen immer lauter werden die gespannt auf diesen Moment warten, ich hoffe ich werde euren wünschen gerecht.
    Her bietet sich ein kleines Resümee des letzten, der zugleich der erste Monat ist förmlich an und da mein lieber Felix etwas schneller war mit seiner Zusammenfassung, kann ich mir die ersten zwei Wochen ja sparen 😛
    … nein ich bin nicht faul!

    Trotzdem muss ich auch von ganz vorne anfangen, denn im Gegensatz zu Felix hatte ich in der ersten Woche bereits erste Probleme mit meinem Magen-Darm Trakt, da half die Vorbereitung mit Hefekulturen nichts und selbst der kräftige Schluck Steinhäger nach jedem essen war eher für die Katz. Nach drei Tagen war´s dann aber auch wieder gut und seit dem habe ich keine Probleme mehr und die Menge an Steinhäger stagniert zur Zeit, aus Spaß trinkt man den ja nicht einfach so ^^

    Am Ende unserer Einführungswoche gings um die zukünftige Unterkunft und aus unerklärlichen Gründen bin ich der letzte der seine Unterkunft gefunden hat, wer hätts gedacht. Jetzt wohne ich auf dem Gelände der Udavi-School in einem der Dörfer um Auroville mit dem tollen Namen Eydajanchavadi. Es ist ne kleine Wohnung im 1. Stock mit einem Wohn-/ Schlafzimmer, einer kleinen Küche und einem überdachten Balkon. Gratis dazu gab´s doch tatsächlich einen Froschchor mit gefühlt 200 kräftigen Sängerinnen und Sängern, der jeden Abend so zwischen 11:00 Uhr und 01:00 Uhr sein Ständchen singt, einen Wachhund, der nach der Aufführung der Frösche lautstark vor meiner Türe für Ruhe sorgt und einen Tempel im Dorf der so freundlich ist und jeden Morgen von 05:00 Uhr bis 06:00 Uhr kostenlos über Lautsprecher im ganzen Dorf verteilt sein Lieblingslied vorspielt. Wenn die Tempelvorführung zu Ende ist und die Indischen Frauen um 06:00 Uhr anfangen zu kochen brauchen die natürlich auch Musik, und weil die Damen wissen, dass ich kein Radio hab machen Sie Ihre Musik einfach etwas lauter :)… Das hört sich jetzt ja alles ganz schön an gell? Um ehrlich zu sein ist es das auch 🙂 mittlerweile hab ich das Gefühl dieses Tempellied mitsingen zu können obwohl ich kein Wort verstehe.

    Zu meiner Arbeitsstelle, dem Botanischen Garten, fahr ich ca. 2 min mit dem Fahrrad, das heißt ich müsste eigentlich gar nicht so früh wach sein. Ich möchte über den Botanischen Garten selber nicht viel schreiben, da es dazu eine eigene Seite gibt und es eigentlich einen eigenen Eintrag wert währe. Da es aber eine kleine Zusammenfassung sein soll gehört das natürlich dazu. In den letzten 3,5 Wochen im Botanischen Garten haben wir 15 Bäume gepflanzt (und ja Benni, ich werde auch noch schreiben was für Bäume ich gepflanzt hab), Unkraut gejätet, Stecklinge gepflanzt und unzählige Pflanzen gerebaggt (umtopfen, nur ohne Topf sondern nem Sack). Durch das Löchergraben mit Mampti und Chetti hab ich mich gezwungener maßen relativ schnell auch an das körperliche Arbeiten in der doch etwas wärmeren Region hier gewöhnt. Bisher hab ich eine anwachsrate von 100% was doch schon auch für eine Art Glücksgefühle sorgt, wenn man die ersten kleinen Triebe am Baum entdeckt, nachdem er alle Blätter verloren hat. Mit jedem Baum wird unser Ecological Footprint größer, wie Martin so schön sagt.

    Im allgemeinen habe ich aber in diesen einen Monat so viele unterschiedliche Eindrücke, Bilder, Bekanntschaften und Erfahrungen gemacht und gesammelt die hier den Rahmen einer kurzen Zusammenfassung auf jeden fall Sprengen würden. Ich hab den Murugan Tempel in Mailam besucht und meine Haare (die mir noch verbliebenen) und meinen Bart geopfert, wir waren am Geburtstag des Gottes Ganesh in einem Ganesh-Tempel und haben uns von Lashmi, der Elefantenkuh segnen lassen, meine ersten Erfahrungen mit Yoga kann ich auch schon verzeichnen, ab und zu schaff ichs zum Frisbeetraining  und am Wochenende. ja da kann es auch mal sein dass wir eine Party besuchen.

    Ich bin sehr gespannt, was die folgenden Monate für uns alle bereithalten und freue mich über jeden Tag den ich hier verbringen kann 🙂

    liebe Grüße an euch alle, euer Flo

    PS: Bilder folgen noch, ich bekomm das grad nicht hin ^^