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  1. 2 kilo

    September 30, 2017 by Manuel

    Liebes Tagebuch

    Gestern ist das Gewissheit geworden was ich schon seit einigen Tagen befürchtet habe. Ich, der neue aufgehende Stern der Aurovillianischen Sportlehrer,  habe entgegen aller Erwartungshaltung an mich selbst, ganze zwei Kilo zugenommen. Ich fühl mich so schlabbrig wie schon lange nicht mehr und bin entsetzt über meinen Fitness Zustand. In Deutschland wäre das nun der Punkt wo ich mich mit selbst-mobbing, wüsten Beschimpfungen und einer eisernen Diät bestrafen würde. Komischerweise kommt mir diese Idee hier nicht. Ich nutze weiterhin die tägliche „ich stopf mich voll, damit ich zu hause nicht kochen muss solar kitchen Flatrate“‚ und fühle mich großartig dabei. Entweder bedeutet dies, dass ich jetzt den letzen Funken von Selbstdisziplin verloren habe und im Begriff bin ein Fettsack zu werden, oder aber dass ich vielleicht lerne ein wenig netter mit mir selbst umzugehen. Was für letzteres spricht, ist auf jeden Fall die Tatsache, dass ich hier die meiste Zeit echt ne verdammt gute Laune hab und es als großen Segen empfinde hier sein zu können. Klar, das ganze Krabbelzeug, meine aufgekratzen Mückenstiche und so manch anderer Kram nerven mich manchmal gewaltig, aber alles in allem lebt es sich hier wirklich schön und ich freu mich auf die lange Zeit die ich hier noch sein darf.

    Bis zum nächsten mal liebes Tagebuch


  2. Liebes Tagebuch

    September 2, 2017 by Manuel

    Liebes Tagebuch,  seit einer Woche bin ich nun an diesem heißen und staubigen Ort der sich Auroville nennt. Ein klebender Schweißfilm auf der Haut ist mein steter Begleiter und ich habe schon die Hälfte meiner Sonnencreme Reserven aufgebraucht, aber ansonsten erfreue ich mich bester Laune und Gesundheit. Dies liegt vor allem daran, weil die erste Woche voll von schönen ersten Malen war. Das erste Mal Pondicherry besuchen, das erste Mal Verlaufen und von einem freundlichen Tamilen wieder zum guesthouse gefahren werden, das erste Mal mit dem Moped über staubige Pisten ballern, oder das erste Mal das Matrimandir besuchen. Das Essen hier ist fantastisch und die erwartete Darmexplosion ist ausgeblieben. Die Stimmung in der Gruppe ist ebenfalls alles andere als explosiv, denn man lernt sich jeden Tag etwas besser kennen und Freundschaften entstehen. Jedem Anfang liegt ein Zauber inne, wie schon Hermann Hesse auf seinen Reisen fest stellte und Auroville scheint genauso zauberhaft wie erwartet. (bis auf die Mücken die kleinen Drecksviecher)