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Abenteuer Alltag

10. September 2017 von Moira

Die Einführungswoche ist vorbei, der Anfang vom Alltag ist an der Reihe. Wir sind aus dem gemeinsamen Wohnen im Guesthouse aus- und ins WG-Leben zu viert eingezogen. Das Einrichten fühlt sich seltsam an und obwohl ich hier ein eigenes Zimmer habe, muss ich es mit Ameisen teilen. Die Geckomitbewohner in meinem Badezimmer habe ich wieder der Natur überlassen. Auch die ersten Arbeitstage habe ich bereits erlebt. Ich bin total glücklich mit der Entscheidung, in der Aikiyam School zu arbeiten. Im Moment begleite ich den Unterricht der zweiten Klasse und helfe einer von zwei Lehrerinnen, da die andere wegen eines Motorradunfalls für eine Weile abwesend ist. Die Lehrerin ist super nett zu mir, im Englisch- und Matheunterricht helfe ich beim Aufgaben korrigieren und verteile Sticker. Beim Tamilunterricht bekomme ich Eindrücke von der Sprache und lerne ein paar Worte. Der Morning Circle in der Klasse ist ein Highlight. Jeden Morgen bevor der Unterricht beginnt, sitzen die Kinder mit geschlossenen Augen und singen gemeinsam ein Mantra. Auch sonst mache ich lauter erste Erfahrungen, die vielleicht mal mein Alltag sein werden, und überrasche mich dabei selbst. Spontan habe ich mir wie einige andere aus der Gruppe für eine Weile ein Moped ausgeliehen und tuckere damit durch die Straßen. Dass das zu meinem Alltag wird, bezweifle ich jedoch. Denn obwohl es einfacher als erwartet, sehr entspannt und spaßig ist, machen mir die Umweltfaktoren hier ein wenig zu schaffen. Ich möchte nicht auch noch langfristig zu dem Nachhaltigkeitsdefizit in diesem Land beitragen, indem ich Moped fahre, obwohl es ein Fahrrad auch tun würde. Inzwischen fällt mir auch der Müll immer mehr auf und ich sehe Menschen, die ihre vollen Mülltüten am Straßenrand und in der Natur auskippen. Auch die Gefahren der Straße sind nicht ohne und fallen auf. Gerade im Dunkeln, wenn alle mit ihren Fernlichtern durch die Städte rasen, passieren viele Unfälle. Ich habe mir also bereits ein gebrauchtes Fahrrad für weniger als 3000 Rupies gekauft, mit dem ich dann wohl bald auf den Straßen zu sehen sein werde. Trotzdem ist das Mopedfahren eine coole Erfahrung und ich bin froh, sie gemacht zu haben. Der Tamilunterricht für unsere Gruppe hat angefangen und ich bin sehr motiviert, diese Sprache zu lernen. Ich war bis jetzt zweimal im Schwimmbad, das Schwimmen tut gut und darf gerne zu meinem Alltag gehören. Am Meer war ich auch schon, es ist nicht weit weg und abgesehen vom Müll auch ganz schön. Alles in allem bin ich recht zufrieden und freue mich auf die nächsten Tage, Wochen, Monate.


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