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Kurzeinblick- Was ich im Alltag so erlebe

8. Februar 2014 von Nora

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Den Kurzeinblick (der lang wird) schreibe ich, um mit euch auch mal ein paar typische Fotos zu teilen. Nora in Alltags-Aktion. 🙂los gehts was gibts zu tun saris anprobieren

Wir fangen mal an mit dem folgenden Bild, das mich und meine Mitbewohnerin Anne zeigt.

wellcafe anne und ich wir zwei village mädels

Wir zwei wohnen ja zusammen in der Wohnung im Dorf, die wir mit unserer vorgeschossenen Miete mit ausgebaut haben. Ein Nachteil im Dorf zu wohnen ist die aufwendige Beschaffung von Trinkwasser. Deswegen haben wir einen großen …mhhh „Trinkwasserbehälter“, den die liebe Anne regelmäßig auffüllen fährt- denn sie hat ein Motorrad im Gegensatz zu mir (auf dem Fahrrad J balanciert sich das Ding schlecht, vor allem wenn es gefüllt ist) und es gibt Trinkwasser-Zapf-Stellen in Auroville zum Beispiel am Visitor-Center (dem Touri-Treffpunkt mit allem drum und dran: Ausstellung, Cafés, Shops,…) und auch an der Solar Kitchen (dem Aurovillaner-Treffpunkt, denn hier essen die meisten jeden Tag zu Mittag). Auf dem Foto seht ihr also uns zwei und den besagten Behälter. Und das Foto ist vor einem der Auroville-Restaurants aufgenommen. Das hier ist das Well-Café. Dort gibt es die tollsten Salate und Trüffel und den allerbesten Eis-Tee. Und neben dem Restaurant-Betrieb ist es ein Ort für Kunstaustellung und Verkaufsort der „Well-Paper“- Produkte, die von tamilischen Frauen aus Altpapier hergestellt werden.

All das wird mein Besuch aus Deutschland sicher kennen lernen. Ich freu mich schon darauf meine Privat-Auroville-Tour anzubieten. 😉 Neulich habe ich nachts um halb drei eine SMS bekommen: Juhuu, meine Schwester und mein Vater haben einen Flug gebucht- es steht fest, sie kommen! Und das ist nur Teil zwei der Vorfreude. Teil eins ist die schon lang geplante Reise nach Indien meiner Tante und meines Onkels plus meiner Mutter.
Der März wird Besuch-reich und gerade noch so erträglich mit der Hitze sein. Jetzt schon habe ich tausend Ideen, wie ich die Tage der Besucher erlebnisreich füllen kann. Mal gucken, wie sehr sie das Klima, das für mich so normal ist, und der Trubel Indiens und das spezielle Flair Aurovilles vertragen.  Für mich ist das hier halt gerade alles normal- kann mich nicht mehr gut zurückerinnern und unterschätze die Erfahrung der Neuankömmlinge vermutlich. Aber sicher ist: Besucht zu werden und die alle zu sehen wird schön!

In Indien werden sie auch die unglaubliche Handfertigkeit und Improvisation der Tamilen kennen lernen. Um ein Volleyballnetz aufzubauen haben die Jungs an der Udayam-School neulich allerhand auf die Beine gestellt.

imprivisation udn motorräder sind alles
Aber letztendlich hat es geklappt und nachdem ich sogar den Jungs (die würden eher nie in ihrem Leben einen Besen anfassen) klargemacht habe, dass wirklich alles Spaß machen kann, haben wir den Vorplatz der Udayam-School mal so richtig verschönert- nun gibt es dort Spielfelder auf denen sich jetzt jederzeit spielen lässt. Außerdem waren die Mädchen dieses Kinder- und Judenzentrums total glücklich mal eine  ihresgleichen dazuhaben und haben mit mir eine Höhle unter dem großen Bambus eingerichtet und Blumenketten geknüpft. Ihr werdet es nicht glauben, das hatte so eine Faszination, dass auch dort jeweils Jungs mitgemacht haben. Ich folgere daraus, dass es erstens wirklich selten vorkommt, dass eine Freiwillige dahinkommt und außerdem, dass die wirklich nach Spielideen und Alternativen zu „Rumhängen“ nur so streben.

super lieb und so viel spaß ich werde wieder mithelfen habe klargemacht dass fegen spaß macht udn auch für jungs ist helfe mal dem Justus bei seinem Projekt

Ich wollte eigentlich den Justus nur einmal dorlos gehts was gibts zu tun saris anprobierent unterstützen an dem Aufräum-Tag, aber ich werde sicherlich nun häufiger dort auftauchen, zmal das in MEINEM Dorf ist und zwar nur zwei Straßen weiter. Klar wird hier wieder der Kulturunterschied: denn obwohl ich nur zwei Straßen weiter wohne, war ich dort noch nie. Wir weißenbewegen uns halt immer motorisiert fort und leben in einer Paralell-Welt. Wir  mit Familienanschluss im Dorf bekommen da ja schon viel mit. Aurovillaner eher noch viel, viel weniger! Nachdem ich die Mädchen und Jungs beim Aufräumen unterstützt und mit weiteren Spielen bespaßt habe, hab ich dann auch nochmal mit dem leiter und den anderen Freiwilligen gesprochen und weitere Veränderungen geplant: Wiedereröffnung der Toiletten für die Kinder, Einführung von Recycling und ein wunderbar bunter Nachmittag/ Abend zum Jubiläum der Udayam-School mit Völkerballturnier, Stationslauf und Stockbrot am Lagerfeuer.
Und meine Gäste aus Deutschland werden den stolz der Inder für ihr eigenes Land und ihre Kultur (auch wenn sie sie selber oft nicht verstehen ) erleben. Ich habe das auch an der Udayam-School gesehen- zum Day of Republic wurde dort die Flagge gehisst, die verschidensten Hymnen gesungen und alle Kinder haben Blumen mitgebracht von zu Hause oder vom Wegesrand, standen still und haben salutiert.

sie weht udn alle singen

Danach kam die Frage „bekommen wir jetzt Schokoloade“. Also liefen alle Kinder stolz mit der Indienflagge auf der Brust und Schokoladenbonbons herum.

Dann mal ein paar für mich und meine Arbeit typische Bilder:

site survey was kann hier noch drauf um sonnenenergie zu nutzenP1030858P1030617

P1030736P1030503

Ja! Ich hantiere mit Strom- der ist gar nicht so ungefährlich, gerade in Indien. Die Stromkabel- und Masten und Schaltkästen und all das damit verbundene sehen und sind mehr als abenteuerlich! Ich lass da an mancher Stelle gerne meine Kollegen vor, die haben da die nötige Erfahrung. 😉
Dann zeigt das eine Foto eine typische Situation auf der Arbeit. Der „Solar Water Heater“  ist noch nicht fertig – ich wollte schon sagen verkabelt, aber NEIN der braucht keinen Strom- mit Rohren an die Wasserversorgung des Hauses angeschlossen. Aber alle machen Pause imSchatten während ein Kollege noch nötiges Material bei einem hardware-shop an der Straße kaufen gefahren ist,weil die nötigen Teile fehlen.
Und das Foto von oben aus der Vogelperspektive zeigt mich und zwei Kollegen (Na,der eine ist mein indischer Chef!) auf dem Dach eines Krankenhauses. Dort haben wir vor ein paar Wochen nach einigen Stunden Fahrt alles angeschaut, um dann mit den Geldern einer dänischen NGO dort nun Schritt für Schritt ganz viel Solar-Systeme zu installieren- angefangen haben wir schonmit zwei Solar-Pumpen, die nur mit Solarenergie Wasser hoch in die Wassertanks pumpen, damit die Häuser alle genug Wasserdruck haben um mit Wasser versorgt zu werden und die Felder auch bewässert werden können. Sehr spannend war für mich bei dieser „Site Survey“ auch die Aufgabe in allen Räumen des Krankenhauses die Lampen und Ventilatoren (und sonstige elektrische Geräte) zu zählen- ich bin in JEDES Zimmer reingekommen! Es waren aber nur sehr wenige Patienten da, weil das einen Tag vor „Pongal“- einem sehr wichtigen tamilischen Fest- war, da sind dann alle lieber zu Hause, die Ärzte sind eh nicht da. Ein Krankenhaus habe ich noch nie so ausführlich kennengelernt und dann so…
Das Bild von der Müllkippe könnte neben jedem größeren Haus sein.tatsächlich gehört dieserr Müll zu einer Mädchen-Schule, die ich mit „Eco-Pro“  für einen weiteren „Site Visit“ kennen lernen konnte. Dort wird nun langsam und mit Geduld Mülltrennung eingeführt und über alles damit Verbundene aufgeklärt und bei der Durchführung unterstützt. Schon krass, wenn ich das alles mit unserem STANDSARD in Deutschland vergleiche. So riesige Unterschiede. Dass sich hier eine Schulleitung dafür interessiert und es Gelder zur Umsetzung gibt, ist schon unglaublich fortschrittlich! Was ist bei uns fortschrittlich? Die neuste Recyclinganalage mit xy-Neu-Technologie als Pilotanlage?

Und zum Abschluss noch ein Bild von uns drei Mädels- meine tamilischen Freundin Dawn mit ihrer Tochter Pritha und ich.

das war ein schöner tag es wird dunkel ab nach hause

Angefangen hat diese Freundschaft mit gemeinsamen Volleyballspielen (Dawn ist Sportlehrerin und die Lehrer in Auroville haben ja einmal ihre Freizeitgruppe für uns Longterm-Voluntäre geöffnet, nur noch ich bin nach wie vor dabei). Dawn ist in Auroville bei einer deutschen Familie aufgewachsen und lebt nun alleinerziehend in einer kleinen ruhigen Community. Es ist interessant auch ihr Auroville zu erleben-noch eine neue Perspektive für mich. Mit den zweien unternehme ich nun häufiger etwas. Zum Beispiel fahren wir sonntags nach Pondy (Pondycherry),um über den Sunday-Market zu bummeln.

baugerüste in indien als tolle kulisse

Da findet man nicht wirklich schöne Dinge, aber die Mischung aus Plastik-Waren, Flohmarkt, Klamotten und indischen Snacks- da gibt es immer viel zu gucken. Generell ist Pondy, wenn auch nicht die typischte indische Stadt, da es einen großen französischen Einfluss von „damals“ gibt, einfachmal eine gute Abwechslung zu Auroville und den stark Auroville geprägten Dörfern.

Und ganz zum Schluss zwei Nora-Fotos:

1.- Was gibt’s zu tun? Ich pack mit an!

2.- Saris sind schon tolle Kleidungsstücke!

(Bei denen klappt es leider gerade nicht mit dem Hochladen- Indien und Internet)

saris anprobieren los gehts was gibts zu tun


1 Kommentar »

  1. Marianne sagt:

    Liebe Nora,
    werde bitte ganz schnell wieder ganz gesund. Ansonsten freue ich mich mit Dir über all Deine tollen Erlebnisse und Begegnungen. Bei uns ist eigentlich alles wie immer, nur Kaja kommt eindeutig in die Pubertät … na du wirst schon sehen, wenn Du wieder da bist.
    Liebe Grüße
    Mary

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