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Ein Monat bis Weihnachten …

10. Dezember 2013 von Isabel

24.11.2013

Es ist unglaublich kalt draußen, 25 Grad. Ich sitze auf meinem Bett, zugedeckt und habe das Gefühl es wäre Herbst. Die Tastaturgeräusche werden von den Geräuschen eines leichten, aber konstanten Regens und dem Zirpen unbekannter Insekten begleitet. Da fällt mir dann doch wieder auf, dass es draußen zu grün und zu fremd ist, als dass es sich um einen deutschen Herbst handeln könnte. Trotzdem bereue ich, dass ich nur einen Pullover mitgenommen habe.

Nur noch ein Monat bis Weihnachten :o. Unglaublich, das bedeutet, ich bin schon ein Viertel Jahr hier. Das hört sich so viel an, ich habe das Gefühl, dass ich erst vorgestern angekommen bin.

Wir haben letze Woche Weihnachtslieder für die Adventszeit geprobt, was sich für mich irgendwie gar nicht verarbeiten lies.  Spätestens bei Stille „Nacht, heilige Nacht“, saß ich nicht mehr im T-Shirt unterm Moskitonetz sondern im Wohnzimmer bei meinen Großeltern vorm erleuchteten Weihnachtbaum, während alle dieses Lied „jaulen“ und mein Opa der einzige ist, der noch ein bisschen Haltung bewahrt. Ihr werdet mir fehlen, verrückte Familie.

Ich habe mich für Ein Weihnachten und Neujahr der ganz anderen Art entschieden. Am 25. Geht´s in einen Zug nach Pune, um dort ein paar Freunde zu besuchen. Von dort gehen wir zusammen nach Mumbai. Gott sei Dank- denn ich wäre so verloren gewesen! Ich habe hier manchmal immer noch Angst wenn mir so ein verrückter Riesenbus an mir vorbei fährt und ich mir ziemlich sicher bin, dass diese Etappe meines Daseins nun durch einen irren Busfahrer beendet wird. Busse sind nämlich die größten Verkehrsmittel auf den Straßen, d.h. alles andere zählt nicht. Ist dein Problem wenn du nicht schnell genug die Flucht ergreifst.

So dramatisch das auch für mich ist, so lustig ist es für meine indischen Freunde-Aus irgendeinem Grund ist es für sie total lustig, wenn ich nach so einer Nahtoterfahrung total verstört bin. Deshalb wurde auch entschieden, dass ich in Mumbai wahrscheinlich nicht vom Fleck kommen würde, weil ich alleine keine einzige Straße überqueren könnte.

Stromausfaaaaall, das heißt mein Laptop stirbt gleich, weil ich nur noch ganz wenig Akku habe. Ich fahre jetzt ohne hin bald los, um mit Daphne Abendessen zu kochen. Ich habe kein Gas mehr. Ab nächsten Dienstag werden wir ohnehin zusammen wohnen. Ich ziehe nach „Adventure“, in eine Art Kapsel. Um ehrlich zu sein, weiß ich gar nicht, wie es da aussieht. Ich habe einfach gesagt, dass ich da einziehe. Mal hoffen, dass ich keine böse Überraschung erlebe…

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